Baumpflanzaktion der Klassenstufe 5

 

In der Erde kannst du pflanzen – pflanzen einen Hoffnungsbaum und er schenkt dir viele Jahre einen bunten Blütentraum“ (R. Bäcker).

Diese Worte aus dem Lied „Eine Handvoll Erde“ wurden am vergangenen Dienstag, 13. November 2018, nicht nur lautstark von den Fünftklässlern der Maximilian-Kolbe-Schule gesungen, sondern im Anschluss auch direkt in die Tat umgesetzt. Zum ersten Mal fand im Park der Marienwallfahrtsstätte, welcher von den Schülerinnen und Schülern in den Pausen zur Erholung und Bewegung genutzt

wird, eine Jahrgangsbaumpflanzung statt. Diese soll von nun an feste Tradition werden.

 

Da im Rahmen der Errichtung des Neubaus der Schule im Jahr 2010 einige Bäume weichen mussten, wurde nun das damals abgele

gte Versprechen eingelöst, durch Neubepflanzung einen Ausgleich zu schaffen. Hierbei wurde nicht irgendein belieb

iger Baum eingepflanzt, sondern man hatte sich bewusst für einen Walnussbaum entschieden, der bis zu 25m hoch werden kann. Er soll nicht nur Schatten an heißen Sommertagen spenden, sondern mit seinen Früchten auch das Walnussölprojekt unterstützen,

das an der Maximilian-Kolbe-Schule bereits seit fünf Jahren in Zusammenarbeit mit der historischen Ölmühle Wern in Fürth durchgeführt wird. Für dieses fächerübergreifende Projekt sammelt die gesamte Schulgemeinschaft Walnüsse, welche dann von den Fünftklässlern, ihren Klassenlehrerinnen und Eltern geknackt und in der Ölmühle zu hochwertigem Walnussöl weiterverarbeitet werden. Mit dem Besuch der Mühle und der Küche des Restaurants erfahren die Schüler/-innen auch etwas über die Verwendung des hochwertigen Lebensmittels. Sie füllen zudem das gepresste Öl in von Ihnen mit einem eigenen Etikett versehen Flaschen ab. Durch den Ertrag, der aus dem Verkauf des wertvollen Öls erwirtschaftet wird, werden soziale Projekte unterstützt.

Markus Keller, Inhaber des „Traditionsgasthauses Wern’s Mühle“ und seine Frau Theresia freuten sich aufgrund der guten Zusammenarbeit umso mehr, an den Feierlichkeiten zur Baumpflanzaktion teilnehmen zu können. Anwesend waren außerdem die für das Schulgebäude zuständigen Architekten Frau Berwanger sowie Herr Finkbeiner, die den Walnussbaum für die Aktion gestiftet hatten.  Nachdem in der Aula der Schule in einem Festakt, gestaltet durch Musik- und Liedbeiträge sowie durch Texte, die die Bedeutung des Baums im ökologischen und theologischen Kontext gewürdigt wurden, begaben sich die Schüler/-innen mit den Lehrkräften und Gästen ins Parkgelände der Schule. Die drei fünften Klassen versammelten sich staunend um das tiefe, breite Loch, das die Garten-AG der Schule zuvor kraftvoll ausgehoben hatte und welches genug Platz für das große Wurzelwerk bot. Die Wurzeln geben dem Baum Halt, so wie auch die Maximilian-Kolbe-Schule versucht, dem einzelnen Kind, mithilfe der zahlreichen Lehrerinnen und Lehrern, Integrationshelfer, Betreuer, des Schulsozialarbeiter u.v.m. ein geborgenes Umfeld und Halt zu schenken. Die Wurzeln versorgen den Baum darüber hinaus mit Wasser sowie Nährstoffen, sodass er prächtig blühen und schließlich Früchte tragen kann. Somit stellt er auch ein Zeichen des Wachsens, Blühens, Gedeihens und letztlich des Reifens dar. Den Schülern beim Reifen zu begleiten, zu unterstützen und ihn stark zu machen, ist auch Teil des Leitbildes der Maximilian-Kolbe-Schule.

Den Reifeprozess des Baumes, aber auch ihren eigenen, möchten die Fünftklässler nun regelmäßig in einer Fotostrecke festhalten und beobachten wie sie und ihr Jahrgangsbaum sich weiterentwickeln. Der Baum wird für die Schüler während ihrer Schulzeit ein Ort der Erinnerung an diesen gemeinsam erlebten feierlichen Moment der Pflanzung sein.

Ihre Wünsche und Gebete hielten die Fünftklässler auf Walnüssen aus Papier fest. So hoffen sie, dass der Jahrgangsbaum sie bis zu ihrem Schulabschluss begleitet und beschützt. Er soll für sie ein Ort sein, an dem sie sich ausruhen, Kraft tanken und neue Hoffnung finden können. Diesen Gedanke brachten die Schülerinnen und Schüler auch am Ende der Baumpflanzaktion durch das gemeinsame Singen des Liedes „Ein kleines Senfkorn Hoffnung“ zum Ausdruck.   (Text: J. Schäfer, Bild:W. Meiser)