Wir gegen Cybermobbing

Unter dieser Zielvorgabe gestaltete sich ein Pädagogischer Tag an der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule, an dessen Ende die Zertifizierung „Schule gegen Cybermobbing“ stand.

Um das bestehende Medienkonzept der Schule zu ergänzen und mit Blick auf das Phänomen Cybermobbing zu erweitern, entwickelten 32 Lehrerinnen und Lehrer in Zusammenarbeit mit LPM, LPH, Landesmedienanstalt und dem Landespolizeipräsidium Präventions- und Interventionsmöglichkeiten. Achtsamkeit und Wachsamkeit, Erkennen und Handeln: das waren dabei die Prämissen erfolgreicher Strategien und Handlungsoptionen, die sowohl „Mobbingopfer“ als auch „Mobbingtäter“ in die Betrachtung einbeziehen.

Die beiden Hauptreferenten des Tages, Frau Anna Haßdenteufel, Dozentin des Landesinstituts für Pädagogik und Medien, sowie Hauptkommissar Hagen Berndt vom Landesinstitut für präventives Handeln sorgten mit ihren Beiträgen aus pädagogischer und polizeilicher Sicht für den notwendigen theoretischen Input.

Danach stellte das schuleigene Mobbinginterventionsteam, das zuvor in mehreren Ausbildungsmodulen im LPH ausgebildet wurde, seine Ausbildungsinhalte und –schwerpunkte den interessierten Kollegen und Kolleginnen vor.

Bevor das Plenum in die Arbeitsgruppenphase einstieg, stellte die stellvertretende Leiterin der Abteilung Medienkompetenz der Landesmedienanstalt, Frau Tina Syrowatka, die Angebote der Anstalt sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Schüler/-innen vor. Die Vertreterin des Landespolizeipräsidiums, Melanie Bill, empfahl ihre Abteilung „Polizeiliche Kriminalprävention“ als Anlauf- und Beratungsstelle.

In der Kleingruppenarbeitsphase entwickelten die Lehrerinnen und Lehrer zusammen mit dem Schulsozialarbeiter klassenübergreifende und altersstufenbezogene konkrete Präventionsvorschläge, die in einem zweiten Schritt in das Medienkonzept der Schule als Projekt- und Kurselemente implementiert werden.

In Bezug auf intervenierende Maßnahmen werden zwei Methoden nebeneinander –aber nicht sich ergänzend- erprobt: Der No blame approach“ (systemischer Ansatz) und die Farsta-Methode (konfrontativer Ansatz).

Dieser Tag, der mit der Übergabe des Zertifikats endete, gab den Lehrkräften Handlungsoptionen an die Hand, mit denen sie den durch die digitalen Medien verunsicherten und bedrohten Schüler/-innen eine echte Hilfe bieten.

Walter Meiser (Schulleiter)

Die Personen auf dem angefügten Foto sind von links nach rechts: Sebastian Theobald (Lehrer, Mobbinginterventionsteam), Katrin Gessner (Lehrerin, Mobbinginterventionsteam), Hagen Berndt (Hauptkommissar, LPH), Walter Meiser (Schulleiter), Anna Haßdenteufel (Dozentin, LPM)