Pfandflaschen-Sammelaktion für die Neunkircher Tafel

Pfandflaschen-Sammelaktion für die Neunkircher Tafel

Pfandflaschen-Sammelaktion für die Neunkircher Tafel

Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Schulen sammelten innerhalb von 3 Wochen, 1708 Pfandflaschen im Wert von 427€. Der gesamte Erlös kommt der Tafel des Caritasverbandes Schaumberg-Blies e.V. zugute.

Die Maximilian-Kolbe-Schule ist schon lange Unterstützer der Tafel in Neunkirchen. Den Kindern und Jugendlichen sind gesellschaftliche Probleme wie Armut und Ungerechtigkeit bewusst und sie engagieren sich weit über ein normales Maß hinaus. So ist es bereits seit Jahrzehnten Tradition, dass die Schulgemeinschaft im Dezember einen „Alternativen Adventskalender“ organisiert. Jedes Kalendertürchen wurde von den Kindern und Jugendlichen mit haltbaren Lebensmitteln, Babynahrung und Hygieneartikeln gefüllt, die dann während einer feierlichen Übergabe von den Vertretern der Neunkircher Tafel in Empfang genommen wurden.  

Aktuell fehlt es der Neunkircher Tafel jedoch weniger an Sachspenden als vielmehr an finanziellen Mitteln. Ein neues Kühlhaus wird gebraucht, die Infrastruktur muss aufrechterhalten werden und als Folge der Pandemie werden Auslieferungsfahrzeuge immer wichtiger. Daher war es in diesem Jahr Zeit neue Wege zu gehen. Zusammen mit Thomas Mörsdorf – dem Mann an der Front für die Tafel des Caritasverbandes – entwickelten die Lehrkräfte der MKS die Idee der Pfandflaschen-Sammelaktion. Nicht nur, dass dabei eine Spende für hilfsbedürftige Menschen zusammenkam, es wurde auch ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit geleistet und den Schüler*innen das Thema noch bewusster gemacht.

Im Schulgebäude wurden drei Sammelstationen aufgebaut, Plakate wurden gestaltet und sowohl Schüler*innen, Lehrer*innen und weitere Mitarbeiter*innen der Grund- sowie auch der Gemeinschaftsschule animiert, ihre Pfandflaschen an den Stationen abzugeben. Innerhalb der drei Adventswochen wurde die Aktion immer größer, sodass sich der Gruppe von Sechst- und Achtklässlern, die damit beauftragt war, die Flaschen regelmäßig einzusammeln, immer mehr Schüler*innen anschlossen. Die zuständigen Jugendlichen opferten gerne ihre Pausen, um die Flaschen in völliger Eigenverantwortung zu verräumen.

Auch die Lehrkräfte zeigten großen Einsatz. An den Wochenenden standen die Beteiligten mit großen Säcken an den Pfand-Automaten der umliegenden Supermärkte und warfen unermüdlich alle 1708 Pfandflaschen ein.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Team des Caritasverbandes Schaumberg-Blies ist allen Beteiligten der Maximilian-Kolbe-Schulen sehr dankbar für ihren unermüdlichen Einsatz. Und die Besucher der Tafel freuen sich demnächst über die Neuerungen, die durch die Spende möglich sein werden.

Erntedank 2021

Erntedank 2021

Erntedank-Gottesdienst in der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit Wiebelskirchen

 

Am vergangenen Freitag, 15. Oktober, haben die Klassenstufen 6 das Erntedankfest in der hiesigen Pfarrkirche gefeiert. 
Pastoralreferentin Busch und Pfarrerin Brandt gestalteten zusammen mit der Religionsfachschaft der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule diese Dankesfeier. 
Sie war der Auftakt zu zahlreichen Gottesdiensten und Aktivitäten, die mit dem neuen Seelsorgeteam um Pfarrer Krastl und Pfarrerin Brandt umgesetzt werden.
New chapter – Neues Kapitel an der MKS

New chapter – Neues Kapitel an der MKS

New chapter – Neues Kapitel an der MKS

 Der Schuljahresanfang 2021/2022 ist ein ganz außergewöhnlicher. Grund dafür sind gleich drei wichtige Ereignisse, mit denen gewissermaßen ein neues Kapitel der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule beginnt:

Die Neubesetzung der Schulleiterstelle durch Patric Busch

Die Einschulungsfeierlichkeiten der drei Fünferklassen

Die Baustellensegnung als Start in eine umfangreiche Modernisierungsphase. (Trailer zum Modernisierungsstart)

 

Der Neue ist da!

Die Privatschule in der Trägerschaft des Bistums Trier hat seit 01. August einen neuen Schulleiter: Patric Busch, bis dato Stellvertretender Schulleiter am Illtal-Gymnasium Illingen hat den Schreibtisch von Walter Meiser übernommen, der nach langer erfolgreicher Arbeit an der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten hat.

Patric Busch unterrichtet mit Leidenschaft die Fächer Musik und Französisch und bringt jahrelange Leitungserfahrung mit. Nach etlichen Jahren als didaktischer Leiter wirkte er zuletzt als ständiger Vertreter des Schulleiters am Illtal-Gymasium Illingen, wo er zudem unter anderem auch als Vertrauenslehrer, Presseverantwortlicher und Medienspezialist sowie Musical-Projektleiter tätig war. Ferner hält er auch einen Master in Schulmanagement und doziert an der Hochschule für Musik Saar.

Somit ist Patric Busch breit aufgestellt und hochmotiviert, die Verantwortung für diese renommierte Bildungseinrichtung zu übernehmen. Am ersten Schultag wurde er im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung der angeschlossenen Grundschule sowie der Gemeinschaftsschule in sein Amt eingeführt. Diesen offiziellen Akt übernahm die neue Arbeitsbereichsleitung des Ressorts „Schule“ im Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Trier, Frau Doktor Kerstin Schmitz- Stuhlträger.

 

Einschulungsfeierlichkeiten

Nach sechs Wochen mehr oder weniger verregneter Sommerferien ging am vergangenen Montag an der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule mit der feierlichen Einschulung der neuen Fünftklässler sozusagen die Sonne auf.

75 Schülerinnen und Schüler durften am 30. August während des Schulanfangsgottesdienst zum neuen Schuljahr 2021/2022 begrüßt werden. Unter dem Motto „Ich hab´s drauf“ leiteten Pfarrerin Brandt, Pfarrer Krastl und Pastoralreferentin Busch einen sehr ansprechenden Gottesdienst.  Vorbereitet und mitgestaltet wurde die Aufnahme in die Schulgemeinschaft von einem Lehrer:innen- und Schüler:innen-Team der MKS. Nach dem feierlichen Gottesdienst begrüßten die Klassenleitungen ihre aufgeregten Schützlinge und durften zusammen mit ihnen erstmals das extra errichtete Ersatzgebäude auf dem Schulcampus beziehen. Diese neuen Räumlichkeiten wurden eigens geschaffen, da nach jahrelanger Vorbereitung nun endlich die umfangreichen Modernisierungsarbeiten am Hauptgebäude der Bildungseinrichtung starten.

 

Baustellensegnung als Start in eine spannende Modernisierungsphase

Pfarrer Markus Krastl war begeistert, als Schulleiter Patric Busch ihm vor wenigen Wochen die Idee einer Baustellensegnung vorstellte. Gleich am zweiten Schultag wurde aus der Idee eine kleine Segensfeier. In Anwesenheit des Bauverantwortlichen im Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Trier, Herrn Hauth, den leitenden Architekten, den Vertretern der ausführenden Firmen und Mitgliedern der Erziehungs- und Schulgemeinschaft der Gemeinschaftsschule nahmen Pfarrerin Brandt, Pfarrer Krastl und Pastoralreferentin Busch die Segnung vor.

Nun können die für ca. drei Jahre angesetzten Arbeiten beginnen. Die Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule kann sich somit in naher Zukunft auf ein hypermodernes Gebäude freuen, das sowohl energetisch, räumlich als auch im Bereich der Digitalisierung auf dem allerneuesten Stand sein wird.

Rohstoff-Expedition 2020

Rohstoff-Expedition 2020

Achtklässler auf Rohstoff-Expedition

Am vergangenen Dienstag, 27. Oktober, begaben sich die drei achten Klassen der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule auf eine spannende Expedition – die „Rohstoffexpedition“. Bereits zum 8. Mal in Folge organisierte die Gemeinschaftsschule in Kooperation mit der Abteilung für Umwelt der Stadt Neunkirchen diese ebenso interessante wie auch zum Teil erschreckende Entdeckungstour.

Zu Gast war auch in diesem Jahr wieder Herr Michael Geisler, Umweltpädagoge, Astronom und Dozent der Bochumer Firma Geoscopia. Er nahm die Schülerinnen und Schüler mit auf eine Reise, auf der sie die einzelnen Bestandteile von Handys, ihren täglichen Begleitern, bis zur Gewinnung zurückverfolgten. Sie entdeckten, welche kostbaren Rohstoffe nicht nur die Mobiltelefone, sondern auch die elektronischen Geräte ihres täglichen Gebrauchs, wie z.B. Laptops, Tablets und Flachbildfernseher, enthalten. Doch wo und unter welchen Bedingungen werden diese gewonnen? Und was passiert, wenn man die Geräte schließlich wieder entsorgt?

Mithilfe von Echtzeit-Satellitenbildern erkundeten die Achtklässler die zerstörte Umwelt, in der die Rohstoffe abgebaut werden. Als ihnen bewusst wurde, dass es sich bei den Mienenarbeitern mehrheitlich um Kinder ihres Alters oder sogar jünger handelt, die unter inakzeptablen Bedingungen bei Außentemperaturen bis zu 50°C arbeiten müssen, nur damit unserer Gesellschaft stets das neuste Handy zur Verfügung steht, zeichnete sich großes Entsetzen auf ihren Gesichtern ab. Natürlich wollten sie wissen, wie sie sich engagieren können, um selbst Verantwortung zu übernehmen und der Ausbeutung von Menschen und Natur entgegenzuwirken. Herr Geisler machte die Jugendlichen darauf aufmerksam, dass in jeder Familie alte Elektroartikel, wie z.B. Handys und Kabel, in Schubladen verstaut liegen und somit wichtige Rohstoffe ungenutzt bleiben. Ein erster wichtiger Schritt sei es, diesen Elektroschrott zu sammeln und anschließend zum Wertstoffhof zu bringen, damit dieser recycelt und somit wieder nutzbar gemacht werden könne.

Am Ende des Projekts „Rohstoff-Expedition“ war allen Schülerinnen und Schülern klar, dass Handys nicht nur für ihre persönliche Unterhaltung und Kommunikation wichtig, sondern im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert sind und dass der Natur sowie den Menschen, die diese wertvollen Rohstoffe hervorbringen, mehr Wertschätzung entgegengebracht werden muss.  

Inklusion ist unser Weg

Inklusion ist unser Weg

Inklusion ist unser Weg

Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule staunten nicht schlecht, als sie dieser Tage  bereits vor Unterrichtsbeginn am Morgen ein Lieferfahrzeug mit der Aufschrift „Inklusion ist unser Weg“  unmittelbar vor dem Haupteingang stehen sahen. Ihre Verwunderung und die damit verbundenen Fragen nahmen zu, nachdem sie junge Menschen damit beschäftigt sahen, Rollstühle, Pylonen, holzgefertigte Wippen, Brücken und diverse andere Hindernisse auszuladen. Die Antworten erhielten im Verlaufe des Schulvormittags die Schüler/-innen der Klassenstufen 9 und 10 im Rahmen einer berufswahlvorbereitenden Orientierung von den im 3. Ausbildungsjahr befindlichen Heilerzieher/-innen, der SHG-Ausbildungseinrichtung in Saarbrücken Burbach. Sie hatten sich im Rahmen einer Projektwoche zum Ziel gesetzt, Schüler und Schülerinnen der Abschlussjahrgänge an den allgemeinbildenden Schulen im Rahmen der Berufswahlvorbereitung einerseits über das Berufsbild der Heimerziehungspflege umfassend zu informieren und sie andererseits für Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren.

Chiara Friedsam, eine ehemalige Schülerin der Maximilian-Kolbe-Schule, hat das Projekt angeschoben, hat mit ihren Mitauszubildenden geplant und organisiert. Dabei wurde das Projekt zweigeteilt in einen theoretisch-informativen Teil und in einen praktisch-konkreten Erfahrungsbereich. Mit einer eigens entwickelten PowerPoint-Präsentation wurde zunächst ein Input geliefert, der das gesamte Spektrum der Behinderung sowie die Einsatzmöglichkeiten des Heilerziehers, die sich von der Kinderpflege in Kitas über den Reha-Einsatz bis hin zur forensischen Betreuung erstrecken, verdeutlichte. Es wurden Fragen zur Aus- und Weiterbildung beantwortet, ehe sich die Schüler und Schülerinnen nach Klassen getrennt und zeitlich gestaffelt und unter Wahrung der Corona-Regelungen in der praktischen Umsetzung durch konkrete Demonstration unter Selbstbeteiligung ein eigenes Bild  machen konnten. Denn zwischenzeitlich hatten Mitglieder der Projektgruppe in der Aula der Schule einen Rollstuhl-Parcours errichtet, den sie mit der Unterstützung der Initiative „Miteinander leben lernen“ zusammengestellt hatten.

Ganz konkret einmal aus der Perspektive von Bewegungsbehinderten im Rollstuhl und/oder Sinnesbeeinträchtigten mit Augenmaske und Ohrenschutz mussten sie sich auf die Hilfe ihrer Mitschüler einlassen, immer unterstützt und angeleitet von den SHG-Auszubildenden. Als besondere Herausforderung stellte sich dabei der Umgang mit der Situation der Mehrfachbehinderung heraus.

Die Erfahrungen, die sich am Ende des Unterrichtsvormittages eingestellt hatten, spiegelten sich in den Antworten der Beteiligten. Carlos Jacob, 10.2, erklärte auf Befragen hin:  „Mir war bisher gar nicht klar, was Heilerzieher leisten, ich habe gehörigen Respekt vor dieser Tätigkeit.“  „Für mich war wichtig zu erkennen, welche Verantwortung einerseits und welches Vertrauen andererseits dieser Beruf mit sich bringt,“ resümierte Katharina Schmidt, 10.1.

Schüler und Lehrer waren gleichermaßen sensibilisiert für das Thema Behinderung und Inklusion und ganz offensichtlich auch die gerade erst neu in der Klassenstufe 5 befindlichen Schüler und Schülerinnen. Sie nahmen aus angemessener Distanz  beim Gang in die Pausen die für sie unklaren Aktivitäten wahr und stellten neugierig Fragen. Spontan waren die Projektgestalter bereit, am Folgetag auch den Schülern und Schülerinnen der 5er Klassen ihre Arbeit in einem entsprechenden Angebot darzustellen. Hoch diszipliniert und mit großer Ernsthaftigkeit ließen sich die 11-12-Jährigen auf die Selbsterfahrungsangebote ein, zeigten sich interessiert und sensibilisiert, so dass das Thema „Behinderung“ im Unterricht vertiefend aufgegriffen wurde. „Ich habe jetzt eine Ahnung davon, was es bedeutet, im Rollstuhl zu sitzen, wie schwierig und ungewohnt der Alltag aussehen muss“, meinte Alessia Brill aus der Klasse 5.2. „Inklusion“ ist nun kein Fremdwort mehr, der Begriff und seine Bedeutung stellen vielmehr eine Herausforderung dar, vermitteln eine Botschaft.