Pressemitteilung “Tag der Offenen Tür”

Virtueller Tag der offenen Tür an der Kolbe-Schule

Der Tag der offenen Tür der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule bietet sich den Besuchern am Samstag, 05.12.2020 gleichsam als digitaler Adventskalender. Interessierte Eltern mit Kindern, die die vierte Klassenstufe besuchen, sind eingeladen sich auf Entdeckungstour zu begeben. Auf ihrer virtuellen Reise über die Internetseite der Schule öffnen sie per Mausklick  Räume und Szenen eines bunten, lebendigen Schullebens. Einblicke werden ebenso möglich wie Antworten auf Fragen nach Wegen und Zielen der Schule.

So stellt sich z.B. die Musik mit einem Bandbeitrag und einem Interview und Hörbeispiel zur Bläserklasse vor. Die Robotik-AG verschafft „drohnende“ Überblicke und zeigt die Arbeit mit dem Mini-Computer „Calliope“, die Schulfächer stellen sich experimentell und reell vor. Deutsch zeigt Projekte in Bildern, Französisch eine Power-Point gestützte Präsentation des gesamten Fachbereichs. Das ABC-Lied der Klasse 5 lässt Einblicke in das Fach Englisch zu. In Physik führt ein Versuch zur „Apfelwurst“. Filmclips präsentieren die Arbeit in Arbeitslehre, zeigen Arbeiten der Schülerfirma und der Garten-AG. Die Schulseelsorge stellt geprägte Räume, soziales Engagement und religiöse Orientierung in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung.

Somit sind  Besucher eingeladen, mit Augen und Ohren, Herz und Verstand, unsere Schule begreifend zu durchschreiten.

Rohstoff-Expedition 2020

Rohstoff-Expedition 2020

Achtklässler auf Rohstoff-Expedition

Am vergangenen Dienstag, 27. Oktober, begaben sich die drei achten Klassen der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule auf eine spannende Expedition – die „Rohstoffexpedition“. Bereits zum 8. Mal in Folge organisierte die Gemeinschaftsschule in Kooperation mit der Abteilung für Umwelt der Stadt Neunkirchen diese ebenso interessante wie auch zum Teil erschreckende Entdeckungstour.

Zu Gast war auch in diesem Jahr wieder Herr Michael Geisler, Umweltpädagoge, Astronom und Dozent der Bochumer Firma Geoscopia. Er nahm die Schülerinnen und Schüler mit auf eine Reise, auf der sie die einzelnen Bestandteile von Handys, ihren täglichen Begleitern, bis zur Gewinnung zurückverfolgten. Sie entdeckten, welche kostbaren Rohstoffe nicht nur die Mobiltelefone, sondern auch die elektronischen Geräte ihres täglichen Gebrauchs, wie z.B. Laptops, Tablets und Flachbildfernseher, enthalten. Doch wo und unter welchen Bedingungen werden diese gewonnen? Und was passiert, wenn man die Geräte schließlich wieder entsorgt?

Mithilfe von Echtzeit-Satellitenbildern erkundeten die Achtklässler die zerstörte Umwelt, in der die Rohstoffe abgebaut werden. Als ihnen bewusst wurde, dass es sich bei den Mienenarbeitern mehrheitlich um Kinder ihres Alters oder sogar jünger handelt, die unter inakzeptablen Bedingungen bei Außentemperaturen bis zu 50°C arbeiten müssen, nur damit unserer Gesellschaft stets das neuste Handy zur Verfügung steht, zeichnete sich großes Entsetzen auf ihren Gesichtern ab. Natürlich wollten sie wissen, wie sie sich engagieren können, um selbst Verantwortung zu übernehmen und der Ausbeutung von Menschen und Natur entgegenzuwirken. Herr Geisler machte die Jugendlichen darauf aufmerksam, dass in jeder Familie alte Elektroartikel, wie z.B. Handys und Kabel, in Schubladen verstaut liegen und somit wichtige Rohstoffe ungenutzt bleiben. Ein erster wichtiger Schritt sei es, diesen Elektroschrott zu sammeln und anschließend zum Wertstoffhof zu bringen, damit dieser recycelt und somit wieder nutzbar gemacht werden könne.

Am Ende des Projekts „Rohstoff-Expedition“ war allen Schülerinnen und Schülern klar, dass Handys nicht nur für ihre persönliche Unterhaltung und Kommunikation wichtig, sondern im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert sind und dass der Natur sowie den Menschen, die diese wertvollen Rohstoffe hervorbringen, mehr Wertschätzung entgegengebracht werden muss.  

Inklusion ist unser Weg

Inklusion ist unser Weg

Inklusion ist unser Weg

Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule staunten nicht schlecht, als sie dieser Tage  bereits vor Unterrichtsbeginn am Morgen ein Lieferfahrzeug mit der Aufschrift „Inklusion ist unser Weg“  unmittelbar vor dem Haupteingang stehen sahen. Ihre Verwunderung und die damit verbundenen Fragen nahmen zu, nachdem sie junge Menschen damit beschäftigt sahen, Rollstühle, Pylonen, holzgefertigte Wippen, Brücken und diverse andere Hindernisse auszuladen. Die Antworten erhielten im Verlaufe des Schulvormittags die Schüler/-innen der Klassenstufen 9 und 10 im Rahmen einer berufswahlvorbereitenden Orientierung von den im 3. Ausbildungsjahr befindlichen Heilerzieher/-innen, der SHG-Ausbildungseinrichtung in Saarbrücken Burbach. Sie hatten sich im Rahmen einer Projektwoche zum Ziel gesetzt, Schüler und Schülerinnen der Abschlussjahrgänge an den allgemeinbildenden Schulen im Rahmen der Berufswahlvorbereitung einerseits über das Berufsbild der Heimerziehungspflege umfassend zu informieren und sie andererseits für Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren.

Chiara Friedsam, eine ehemalige Schülerin der Maximilian-Kolbe-Schule, hat das Projekt angeschoben, hat mit ihren Mitauszubildenden geplant und organisiert. Dabei wurde das Projekt zweigeteilt in einen theoretisch-informativen Teil und in einen praktisch-konkreten Erfahrungsbereich. Mit einer eigens entwickelten PowerPoint-Präsentation wurde zunächst ein Input geliefert, der das gesamte Spektrum der Behinderung sowie die Einsatzmöglichkeiten des Heilerziehers, die sich von der Kinderpflege in Kitas über den Reha-Einsatz bis hin zur forensischen Betreuung erstrecken, verdeutlichte. Es wurden Fragen zur Aus- und Weiterbildung beantwortet, ehe sich die Schüler und Schülerinnen nach Klassen getrennt und zeitlich gestaffelt und unter Wahrung der Corona-Regelungen in der praktischen Umsetzung durch konkrete Demonstration unter Selbstbeteiligung ein eigenes Bild  machen konnten. Denn zwischenzeitlich hatten Mitglieder der Projektgruppe in der Aula der Schule einen Rollstuhl-Parcours errichtet, den sie mit der Unterstützung der Initiative „Miteinander leben lernen“ zusammengestellt hatten.

Ganz konkret einmal aus der Perspektive von Bewegungsbehinderten im Rollstuhl und/oder Sinnesbeeinträchtigten mit Augenmaske und Ohrenschutz mussten sie sich auf die Hilfe ihrer Mitschüler einlassen, immer unterstützt und angeleitet von den SHG-Auszubildenden. Als besondere Herausforderung stellte sich dabei der Umgang mit der Situation der Mehrfachbehinderung heraus.

Die Erfahrungen, die sich am Ende des Unterrichtsvormittages eingestellt hatten, spiegelten sich in den Antworten der Beteiligten. Carlos Jacob, 10.2, erklärte auf Befragen hin:  „Mir war bisher gar nicht klar, was Heilerzieher leisten, ich habe gehörigen Respekt vor dieser Tätigkeit.“  „Für mich war wichtig zu erkennen, welche Verantwortung einerseits und welches Vertrauen andererseits dieser Beruf mit sich bringt,“ resümierte Katharina Schmidt, 10.1.

Schüler und Lehrer waren gleichermaßen sensibilisiert für das Thema Behinderung und Inklusion und ganz offensichtlich auch die gerade erst neu in der Klassenstufe 5 befindlichen Schüler und Schülerinnen. Sie nahmen aus angemessener Distanz  beim Gang in die Pausen die für sie unklaren Aktivitäten wahr und stellten neugierig Fragen. Spontan waren die Projektgestalter bereit, am Folgetag auch den Schülern und Schülerinnen der 5er Klassen ihre Arbeit in einem entsprechenden Angebot darzustellen. Hoch diszipliniert und mit großer Ernsthaftigkeit ließen sich die 11-12-Jährigen auf die Selbsterfahrungsangebote ein, zeigten sich interessiert und sensibilisiert, so dass das Thema „Behinderung“ im Unterricht vertiefend aufgegriffen wurde. „Ich habe jetzt eine Ahnung davon, was es bedeutet, im Rollstuhl zu sitzen, wie schwierig und ungewohnt der Alltag aussehen muss“, meinte Alessia Brill aus der Klasse 5.2. „Inklusion“ ist nun kein Fremdwort mehr, der Begriff und seine Bedeutung stellen vielmehr eine Herausforderung dar, vermitteln eine Botschaft.

MKSArt – Schule, Sommer und Corona

MKSArt – Schule, Sommer und Corona

MKSArt – Schule, Sommer und Corona

Am Ende des vergangenen Schuljahres lag ein besonderer Sommer vor der Schulgemeinschaft der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule. Den Schülerinnen und Schülern war klar gewesen, dass aufgrund der Corona-Pandemie nicht nur der Schulalltag besonderen Bedingungen unterlegen hatte, sondern  dass auch die Sommerferien ganz anders zu gestalten sein werden als in den Jahren zuvor. Würde man das Rauschen des Meeres gegen das heimische Planschbecken eintauschen müssen? Würde man unbeschwert Familie und Freunde treffen können oder alleine zuhause bleiben müssen? Würde es am Ende vielleicht sogar langweilig werden?

Diese und zahlreiche weitere Fragen hatten die Jugendlichen beschäftigt. Durch den MKSArt-Wettbewerb, der unter dem Motto „Schule, Sommer und Corona“ stand, hatten sie die Möglichkeit, sich kreativ mit diesen Zweifeln und Unsicherheiten auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse waren am Ende zum Teil ebenso außergewöhnlich wie beeindruckend. Aus den rund 50 Einsendungen wählte die Jury im August die drei besten Werke aus und prämierte die Siegerinnen mit tollen Preisen.

Auf dem dritten Platz des Siegertreppchens stand Sarah Kurz. Der Schülerin der Klasse 6.1 fiel es schwer, alle Regeln und Konsequenzen, die durch die Corona-Pandemie notwendig geworden waren, sowie ihre Erlebnisse und Gefühle in der Homeschooling-Zeit in einem künstlerischen Werk zu bündeln. Um möglichst viele Aspekte einfließen lassen zu können, wählte sie die Collage-Technik und drückte in verschiedenen bunten Mosaikteilchen aus, wie wichtig es ist in dieser besonderen Zeit achtsam zu sein, an seine Mitmenschen zu denken und Rücksicht zu nehmen.

Platz zwei sicherte sich ihre Mitschülerin Elisa Herrmann (Klasse 6.1). Sie stellte in ihrer kreativen Arbeit die dunkle Corona-Zeit, welche die Menschen voneinander trennt, den Besuch der Schule versperrt und das freie Reisen während des Sommers stark einschränkt, einer strahlend hellen Welt ohne das Corona-Virus gegenüber. Nicht mehr Einsamkeit und Trauer, sondern Liebe, Freude und Zusammensein kennzeichnen das Alltagsleben. Dies wird insbesondere durch die kontrastreichen Farben verdeutlicht, die die junge Künstlerin verwendete.

Den ersten Platz erzielte schließlich die Abschlussschülerin Katharina Schmidt (Klasse 10.1) mit einem herausragenden und sehr detailverliebten Werk. Im Mittelpunkt ihres Bildes steht die Porträtzeichnung einer Frau, die sich mit einer Maske vor dem Corona-Virus zu schützen versucht. Um sie herum schwirren grüne Viren sowie kleine Zeichnungen, die traumhaft darstellen, welchen Einschränkungen das alltägliche Leben unterliegt. Die Schülerin beschäftigte, dass es in dieser Zeit nicht angebracht ist, sich an den Händen zu halten, dass man keine Konzerte besuchen und nicht reisen kann. Lediglich der Engel, den sie mit übergroßen Flügeln darstellt, genießt die Freiheit und trotzt dem Corona-Virus.

Die Schülerinnen präsentierten ihre künstlerischen Werke stolz der Jury sowie der Schulleitung und erklärten auch die Hintergründe ihres Schaffens. Sie freuten sich über die verschiedenen Zeichensets, die sie als Preise erhielten, die nicht nur ihre Arbeit würdigen, sondern sie zum weiteren Kreativsein anregen. Die preisgekrönten Werke der drei Schülerinnen werden nun im Schulhaus ausgestellt werden.

Was hat der Klimawandel mit uns zu tun?  Klimawandelweg an der Maximilian-Kolbe-Schule

Was hat der Klimawandel mit uns zu tun? Klimawandelweg an der Maximilian-Kolbe-Schule

Wiebelskirchen – Was passiert eigentlich in unserer Region, wenn der Klimawandel nicht aufgehalten wird? Mit dieser und anderen Fragen rund um das Klima haben sich 17 junge Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Realschule der Maximilian-Kolbe-Schule beschäftigt. An insgesamt 10 Stationen des Klimawandelwegs des Bistums Trier haben sie sich mit dem Klimawandel auseinandergesetzt.

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern hat sich beispielsweise verschiedene Modelle wie sich das Klima in Zukunft weiterentwickeln könnte genauer betrachtet. „In Rheinlandpfalz könnte es im Schnitt zwischen zwei und vier Grad wärmer werden, wenn es so weitergeht“, erklärt einer der Schüler. Zusammen mit vier Mitschülern sitzt er über Grafiken, die den Temperaturanstieg in Westdeutschland prognostizieren. „Wir müssen zu den Informationen, die wir hier haben, Fragen beantworten und Aufgaben erledigen“, erläutert er die Arbeit an der Station. Unter anderem sollen sie herausfinden, ob den Informationen überhaupt zu trauen ist, oder ob die Grafiken falsche Informationen enthalten. An einer anderen Station geht es um die Frage, was bei einem weltweiten Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius passiert. „Das ist die kritische Grenze der Erderwärmung“, sagt eine Schülerin. „Dann gibt es immer mehr Waldbrände, weil die Sommer immer heißer werden. Außerdem schmelzen die Gletscher und die Meeresspiegel steigen an.“ Was das genau bedeute, hätte er vorher nicht genau gewusst, gesteht ein Schüler. Wenn die Ozeane mehr Kohlenstoffdioxid aufnehmen, würden sie übersäuern. „Dadurch kommt es zu großem Fischsterben. Durch den Anstieg des Meeresspiegels kann außerdem der Golfstrom versiegen, der für warmes Klima in Europa sorgt. Die Temperaturen in Hamburg werden dadurch zum Beispiel deutlich kälter.“

Drei Lehrer der Maximilian-Kolbe-Schule bearbeiten mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 10 den Klimawandelweg. Nach einer Einführungsstunde, dürfen sich die Jugendlichen in Gruppen jeweils eine Station aussuchen. Die Aufgaben, die sie zu den Stationen erledigen sollen, sehen dabei auch vor, dass sich die Schülerinnen und Schüler Informationen von den anderen Gruppen einholen müssen. So forschen sie nicht nur, sondern müssen ihr wissen auch weitergeben. Jede Gruppe arbeitet zu einem unterschiedlichen Aspekt des Klimawandels: Der Wald und Klimawandel, Klimaschutz, Klima und Wirtschaft, aber auch eine Station zum Zusammenhang zwischen Klima und Religion können die Schülerinnen und Schüler behandeln.

„Der Klimawandelweg ist wichtig, weil er genau zeigt, was uns betrifft“, erklärt Frau Intili-Seifert, eine der drei Lehrkräfte, die mit den Schülerinnen und Schülern durch die Stationen geht. „Hier sehen die Schüler genau: Was heißt der Klimawandel auch hier bei uns und wie können wir damit umgehen? Was können wir im Kleinen tun und was müssen die Regierungen machen?“ Dabei gibt es auch ganz praktische Tipps, zum Beispiel wie man mit Extremwetter umgeht, oder welche Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Hitzschlag zu unternehmen sind. Die Ergebnisse ihrer Stationsarbeit präsentieren die Schülerinnen und Schüler in der Aula der Schule und auf der Homepage für die gesamte Schule.