Inklusion ist unser Weg

Inklusion ist unser Weg

Inklusion ist unser Weg

Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule staunten nicht schlecht, als sie dieser Tage  bereits vor Unterrichtsbeginn am Morgen ein Lieferfahrzeug mit der Aufschrift „Inklusion ist unser Weg“  unmittelbar vor dem Haupteingang stehen sahen. Ihre Verwunderung und die damit verbundenen Fragen nahmen zu, nachdem sie junge Menschen damit beschäftigt sahen, Rollstühle, Pylonen, holzgefertigte Wippen, Brücken und diverse andere Hindernisse auszuladen. Die Antworten erhielten im Verlaufe des Schulvormittags die Schüler/-innen der Klassenstufen 9 und 10 im Rahmen einer berufswahlvorbereitenden Orientierung von den im 3. Ausbildungsjahr befindlichen Heilerzieher/-innen, der SHG-Ausbildungseinrichtung in Saarbrücken Burbach. Sie hatten sich im Rahmen einer Projektwoche zum Ziel gesetzt, Schüler und Schülerinnen der Abschlussjahrgänge an den allgemeinbildenden Schulen im Rahmen der Berufswahlvorbereitung einerseits über das Berufsbild der Heimerziehungspflege umfassend zu informieren und sie andererseits für Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren.

Chiara Friedsam, eine ehemalige Schülerin der Maximilian-Kolbe-Schule, hat das Projekt angeschoben, hat mit ihren Mitauszubildenden geplant und organisiert. Dabei wurde das Projekt zweigeteilt in einen theoretisch-informativen Teil und in einen praktisch-konkreten Erfahrungsbereich. Mit einer eigens entwickelten PowerPoint-Präsentation wurde zunächst ein Input geliefert, der das gesamte Spektrum der Behinderung sowie die Einsatzmöglichkeiten des Heilerziehers, die sich von der Kinderpflege in Kitas über den Reha-Einsatz bis hin zur forensischen Betreuung erstrecken, verdeutlichte. Es wurden Fragen zur Aus- und Weiterbildung beantwortet, ehe sich die Schüler und Schülerinnen nach Klassen getrennt und zeitlich gestaffelt und unter Wahrung der Corona-Regelungen in der praktischen Umsetzung durch konkrete Demonstration unter Selbstbeteiligung ein eigenes Bild  machen konnten. Denn zwischenzeitlich hatten Mitglieder der Projektgruppe in der Aula der Schule einen Rollstuhl-Parcours errichtet, den sie mit der Unterstützung der Initiative „Miteinander leben lernen“ zusammengestellt hatten.

Ganz konkret einmal aus der Perspektive von Bewegungsbehinderten im Rollstuhl und/oder Sinnesbeeinträchtigten mit Augenmaske und Ohrenschutz mussten sie sich auf die Hilfe ihrer Mitschüler einlassen, immer unterstützt und angeleitet von den SHG-Auszubildenden. Als besondere Herausforderung stellte sich dabei der Umgang mit der Situation der Mehrfachbehinderung heraus.

Die Erfahrungen, die sich am Ende des Unterrichtsvormittages eingestellt hatten, spiegelten sich in den Antworten der Beteiligten. Carlos Jacob, 10.2, erklärte auf Befragen hin:  „Mir war bisher gar nicht klar, was Heilerzieher leisten, ich habe gehörigen Respekt vor dieser Tätigkeit.“  „Für mich war wichtig zu erkennen, welche Verantwortung einerseits und welches Vertrauen andererseits dieser Beruf mit sich bringt,“ resümierte Katharina Schmidt, 10.1.

Schüler und Lehrer waren gleichermaßen sensibilisiert für das Thema Behinderung und Inklusion und ganz offensichtlich auch die gerade erst neu in der Klassenstufe 5 befindlichen Schüler und Schülerinnen. Sie nahmen aus angemessener Distanz  beim Gang in die Pausen die für sie unklaren Aktivitäten wahr und stellten neugierig Fragen. Spontan waren die Projektgestalter bereit, am Folgetag auch den Schülern und Schülerinnen der 5er Klassen ihre Arbeit in einem entsprechenden Angebot darzustellen. Hoch diszipliniert und mit großer Ernsthaftigkeit ließen sich die 11-12-Jährigen auf die Selbsterfahrungsangebote ein, zeigten sich interessiert und sensibilisiert, so dass das Thema „Behinderung“ im Unterricht vertiefend aufgegriffen wurde. „Ich habe jetzt eine Ahnung davon, was es bedeutet, im Rollstuhl zu sitzen, wie schwierig und ungewohnt der Alltag aussehen muss“, meinte Alessia Brill aus der Klasse 5.2. „Inklusion“ ist nun kein Fremdwort mehr, der Begriff und seine Bedeutung stellen vielmehr eine Herausforderung dar, vermitteln eine Botschaft.

MKSArt – Schule, Sommer und Corona

MKSArt – Schule, Sommer und Corona

MKSArt – Schule, Sommer und Corona

Am Ende des vergangenen Schuljahres lag ein besonderer Sommer vor der Schulgemeinschaft der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule. Den Schülerinnen und Schülern war klar gewesen, dass aufgrund der Corona-Pandemie nicht nur der Schulalltag besonderen Bedingungen unterlegen hatte, sondern  dass auch die Sommerferien ganz anders zu gestalten sein werden als in den Jahren zuvor. Würde man das Rauschen des Meeres gegen das heimische Planschbecken eintauschen müssen? Würde man unbeschwert Familie und Freunde treffen können oder alleine zuhause bleiben müssen? Würde es am Ende vielleicht sogar langweilig werden?

Diese und zahlreiche weitere Fragen hatten die Jugendlichen beschäftigt. Durch den MKSArt-Wettbewerb, der unter dem Motto „Schule, Sommer und Corona“ stand, hatten sie die Möglichkeit, sich kreativ mit diesen Zweifeln und Unsicherheiten auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse waren am Ende zum Teil ebenso außergewöhnlich wie beeindruckend. Aus den rund 50 Einsendungen wählte die Jury im August die drei besten Werke aus und prämierte die Siegerinnen mit tollen Preisen.

Auf dem dritten Platz des Siegertreppchens stand Sarah Kurz. Der Schülerin der Klasse 6.1 fiel es schwer, alle Regeln und Konsequenzen, die durch die Corona-Pandemie notwendig geworden waren, sowie ihre Erlebnisse und Gefühle in der Homeschooling-Zeit in einem künstlerischen Werk zu bündeln. Um möglichst viele Aspekte einfließen lassen zu können, wählte sie die Collage-Technik und drückte in verschiedenen bunten Mosaikteilchen aus, wie wichtig es ist in dieser besonderen Zeit achtsam zu sein, an seine Mitmenschen zu denken und Rücksicht zu nehmen.

Platz zwei sicherte sich ihre Mitschülerin Elisa Herrmann (Klasse 6.1). Sie stellte in ihrer kreativen Arbeit die dunkle Corona-Zeit, welche die Menschen voneinander trennt, den Besuch der Schule versperrt und das freie Reisen während des Sommers stark einschränkt, einer strahlend hellen Welt ohne das Corona-Virus gegenüber. Nicht mehr Einsamkeit und Trauer, sondern Liebe, Freude und Zusammensein kennzeichnen das Alltagsleben. Dies wird insbesondere durch die kontrastreichen Farben verdeutlicht, die die junge Künstlerin verwendete.

Den ersten Platz erzielte schließlich die Abschlussschülerin Katharina Schmidt (Klasse 10.1) mit einem herausragenden und sehr detailverliebten Werk. Im Mittelpunkt ihres Bildes steht die Porträtzeichnung einer Frau, die sich mit einer Maske vor dem Corona-Virus zu schützen versucht. Um sie herum schwirren grüne Viren sowie kleine Zeichnungen, die traumhaft darstellen, welchen Einschränkungen das alltägliche Leben unterliegt. Die Schülerin beschäftigte, dass es in dieser Zeit nicht angebracht ist, sich an den Händen zu halten, dass man keine Konzerte besuchen und nicht reisen kann. Lediglich der Engel, den sie mit übergroßen Flügeln darstellt, genießt die Freiheit und trotzt dem Corona-Virus.

Die Schülerinnen präsentierten ihre künstlerischen Werke stolz der Jury sowie der Schulleitung und erklärten auch die Hintergründe ihres Schaffens. Sie freuten sich über die verschiedenen Zeichensets, die sie als Preise erhielten, die nicht nur ihre Arbeit würdigen, sondern sie zum weiteren Kreativsein anregen. Die preisgekrönten Werke der drei Schülerinnen werden nun im Schulhaus ausgestellt werden.

Was hat der Klimawandel mit uns zu tun?  Klimawandelweg an der Maximilian-Kolbe-Schule

Was hat der Klimawandel mit uns zu tun? Klimawandelweg an der Maximilian-Kolbe-Schule

Wiebelskirchen – Was passiert eigentlich in unserer Region, wenn der Klimawandel nicht aufgehalten wird? Mit dieser und anderen Fragen rund um das Klima haben sich 17 junge Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Realschule der Maximilian-Kolbe-Schule beschäftigt. An insgesamt 10 Stationen des Klimawandelwegs des Bistums Trier haben sie sich mit dem Klimawandel auseinandergesetzt.

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern hat sich beispielsweise verschiedene Modelle wie sich das Klima in Zukunft weiterentwickeln könnte genauer betrachtet. „In Rheinlandpfalz könnte es im Schnitt zwischen zwei und vier Grad wärmer werden, wenn es so weitergeht“, erklärt einer der Schüler. Zusammen mit vier Mitschülern sitzt er über Grafiken, die den Temperaturanstieg in Westdeutschland prognostizieren. „Wir müssen zu den Informationen, die wir hier haben, Fragen beantworten und Aufgaben erledigen“, erläutert er die Arbeit an der Station. Unter anderem sollen sie herausfinden, ob den Informationen überhaupt zu trauen ist, oder ob die Grafiken falsche Informationen enthalten. An einer anderen Station geht es um die Frage, was bei einem weltweiten Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius passiert. „Das ist die kritische Grenze der Erderwärmung“, sagt eine Schülerin. „Dann gibt es immer mehr Waldbrände, weil die Sommer immer heißer werden. Außerdem schmelzen die Gletscher und die Meeresspiegel steigen an.“ Was das genau bedeute, hätte er vorher nicht genau gewusst, gesteht ein Schüler. Wenn die Ozeane mehr Kohlenstoffdioxid aufnehmen, würden sie übersäuern. „Dadurch kommt es zu großem Fischsterben. Durch den Anstieg des Meeresspiegels kann außerdem der Golfstrom versiegen, der für warmes Klima in Europa sorgt. Die Temperaturen in Hamburg werden dadurch zum Beispiel deutlich kälter.“

Drei Lehrer der Maximilian-Kolbe-Schule bearbeiten mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 10 den Klimawandelweg. Nach einer Einführungsstunde, dürfen sich die Jugendlichen in Gruppen jeweils eine Station aussuchen. Die Aufgaben, die sie zu den Stationen erledigen sollen, sehen dabei auch vor, dass sich die Schülerinnen und Schüler Informationen von den anderen Gruppen einholen müssen. So forschen sie nicht nur, sondern müssen ihr wissen auch weitergeben. Jede Gruppe arbeitet zu einem unterschiedlichen Aspekt des Klimawandels: Der Wald und Klimawandel, Klimaschutz, Klima und Wirtschaft, aber auch eine Station zum Zusammenhang zwischen Klima und Religion können die Schülerinnen und Schüler behandeln.

„Der Klimawandelweg ist wichtig, weil er genau zeigt, was uns betrifft“, erklärt Frau Intili-Seifert, eine der drei Lehrkräfte, die mit den Schülerinnen und Schülern durch die Stationen geht. „Hier sehen die Schüler genau: Was heißt der Klimawandel auch hier bei uns und wie können wir damit umgehen? Was können wir im Kleinen tun und was müssen die Regierungen machen?“ Dabei gibt es auch ganz praktische Tipps, zum Beispiel wie man mit Extremwetter umgeht, oder welche Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Hitzschlag zu unternehmen sind. Die Ergebnisse ihrer Stationsarbeit präsentieren die Schülerinnen und Schüler in der Aula der Schule und auf der Homepage für die gesamte Schule.

Digitalisierung als Zukunftsprojekt

Digitalisierung als Zukunftsprojekt

Digitalisierung als Zukunftsprojekt an der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule

Seit 2016 ist die Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule in den Bereichen IT und Naturwissenschaften in der realen Phase mintaffinen Unterrichts. Nachdem bereits im Schj. 2014/15 der Start mit einer Tablet-Klasse erfolgte, wurde gerade im Bereich der Informationstechnischen Bildung  gezielt die Entwicklung von Projekten und Arbeitsgemeinschaften Elemente von Technik und Digitalisierung in den Unterricht aufgenommen. Im Regelunterricht im Wahlpflichtbereich arbeiten Schüler/-innen mit textbasierten Programmiersprache „Python“, um die 8 schuleigenen Drohnen auf der Grundlage programmierter Steuerbefehle autonom fliegen zu lassen. Hier macht man sich die Zusammenarbeit mit der Info-Lab der Universität des Saarlandes zu nutze.

Seit 2016 beschäftigen sich Schüler/-innen in der Robotik-AG mit EV 3 Robotern des LEGO MINDSTORM-Education-Bausatzes und entwickeln auf der Ebene einer bausteinbasierten Programmiersprache Programme, die Roboter selbstgesteuert einen Aktionsparcours durchlaufen lassen. Zweimal haben zwei Schüler am weltweiten Robotik-Wettbewerb „World-Robot-Olympic“ in Heidelberg teilgenommen und dabei jeweils einen achtbaren 3. Platz erzielt.

Erstmal hat das Duo Nico Brandstetter und Julian Vogler, zwei Schüler der Klassenstufe 7, am diesjährigen Robotik-Wettbewerb „RoboNight“ der HTW des Saarlandes teilgenommen und dabei sich in einer ersten Ausscheidungsrunde bereits mit der zweithöchsten Punktzahl für die Finalrunde der besten 10 qualifiziert. Im Finale haben die beiden ihre bestehende Form bestätigen können und die volle zu erreichende Punktzahl erzielt. Sie waren damit die jüngsten und zugleich einzigen Teilnehmer einer Gemeinschaftsschule. Das Team des siegreichen Gymnasiums lag mit der gleichen Punktzahl, die sie lediglich in kürzerer Zeit erreichten, vor ihnen auf Platz eins. Dabei, das berichteten die beiden Schüler, hatten sie beim Arbeiten schon mal die Zeit vergessen und vor den Wettbewerben täglich und auch an Wochenenden sich ihrer Leidenschaft hingeben. Ja die Arbeit mit kybernetischen Sprachbefehlen habe Suchtpotenzial. Beide, so berichten sie einmütig, vernachlässigten keineswegs ihre schulischen Verpflichtungen, sondern steigerten sich vielmehr quer durch die Fächer und spielen zudem hochmotiviert ihre Musikinstrumente im Schulorchester.

Auch in der Breite beschäftigt sich die Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule in allen Klassenstufen mit Informatikprozessen und nimmt seit zwei Jahren am bundesweiten Informatik-Wettbewerb „Informatik-Biber“  des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil.

Auch in Mathematik nimmt die Schule mit den Klassenstufen 5 und 6 am Nachwuchswettbewerb „Känguru“ erfolgreich mit besten Platzierungen teil.

Zu einem Dauerbrenner avancierte der jährlich von der Ingenieurkammer des Saarlandes ausgeschriebene Wettbewerb, der jeweils den Bau eines Bauwerks oder Baugewerks mit der Maßgabe zu verwendeter Materialien vorgibt. Seit mehr als 10 Jahren nimmt die Technik-AG der Maximilian-Kolbe-Schulen mit großem Enthusiasmus und sichtbaren Erfolgen teil, d.h. mit 3 ersten und weiteren vorderen Platzierungen konnten sich die Gruppen der Jury empfehlen. Die Exponate, sichtbare Ergebnisse des Arbeitens, sind allesamt in der Schule ausgestellt.

Mit der Schülerfirma „Produkt und Design“ stellen sich Schüler beim Entwickeln von Upcycling-Produkten besonderen technischen und handwerklichen Herausforderungen.

Die Schule folgt mit all ihren Projekten und Lernprozessen gerade auch im MINT-Bereich ihrem Handlungsgrundsatz „Schüler stark machen“ und damit zukunftsfähig zu machen.

 

Text und Bild: W. Meiser

Über 100 Jugendliche begehen den Volkstrauertag in der Saarbrücker Ludwigskirche

Über 100 Jugendliche begehen den Volkstrauertag in der Saarbrücker Ludwigskirche

Bild: W. Meiser

Über 100 Jugendliche begehen den Volkstrauertag in der Saarbrücker Ludwigskirche

Am vergangenen Sonntag, 17. November 2019, fand in der Saarbrücker Ludwigskirche die zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V., der erstmalig von etwa 100 Jugendlichen bei der Gestaltung unterstützt wurde.

Traditionell wird am zweiten Sonntag vor Beginn der Adventszeit an die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges erinnert. Doch in diesem Jahr stand der Tag im Zeichen der Mahnung zum Frieden und die Gefahr, die von der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung ausgeht, wurde nachdrücklich in das Bewusstsein der anwesenden Gäste gerückt. Nach der Eröffnung der Gedenkstunde durch den Vorsitzenden des Landesverbandes Saar im Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. Werner Hillen, sprach Staatssekretär Christian Seel das Grußwort in Vertretung für den Ministerpräsidenten des Saarlandes Tobias Hans. Er beobachtete, dass der Hass gegen „Andersdenkende, Andersglaubende, Andersaussehende [und] Andersfühlende“ wieder aufblühe. Doch viele Jugendliche hätten dennoch aus der Geschichte gelernt und beschäftigten sich mit den Auswirkungen von Hass und Verfolgung im Nationalsozialismus und in der Gesellschaft. Dies bewiesen die Schülerinnen und Schüler der drei mitwirkenden Schulen mit ihren kreativen Beiträgen. Musikalisch wurden die Feierlichkeiten durch den Schulchor des Gymnasiums am Stefansberg in Merzig begleitet.

Vier Schülerinnen der Maximilian-Kolbe-Schulen gedachten in einem zum Teil pantomimischen, zum Teil szenischen Spiel derjenigen, die sich in Zeiten der Unmenschlichkeit den Ungerechtigkeiten zur Wehr setzten. So nahm der Namenspatron der Schule im Konzentrationslager Auschwitz den Platz eines Familienvaters im Hungerbunker ein, um diesen zu schützen. Doch das Leben Kolbes stand nicht nur im Zeichen des Widerstandes, sondern auch in der Hoffnung auf Versöhnung und im Vertrauen in die Zukunft. Am Ende glaubte Maximilian Kolbe fest an den Frieden, der entsteht, wenn die Menschen den Hass überwinden und einen Neubeginn wagen, wozu die vier Schülerinnen durch Singen des Liedes „Wo Menschen sich vergessen“ anregten.

Bild: A. Zemlin
Bild: A. Zemlin

Gedanklich unterlegt wurde die Präsentation durch Zitate Maximilian Kolbes sowie von Klavierstücken. Zudem symbolisierten drei Skulpturen einer geschlossenen und einer halb geöffneten Faust sowie zweier ineinandergreifenden Hände, die zuvor im Rahmen der Kunst-AG der Schule gefertigt wurden, den Widerstand, die Hoffnung und den Frieden.

Bild: A. Zemlin
Bild: A. Zemlin

Auch die Schülerinnen und Schüler der Willi-Graf-Realschule in Saarbrücken erinnerten an den Namensgeber ihrer Schule, der sein Leben dem Widerstand gegen die Nazi-Diktatur widmete. Ein Schüler ließ Flugblätter auf die teilnehmenden Gäste in der Ludwigskirche herabfallen, womit er im Jahr 1942 sein Leben riskiert hätte. In der heutigen Zeit schuf er damit ein Symbol der Erinnerung. Zwei Schüler und eine Schülerin stellten im Anschluss in einem Gespräch, welches einem Hörspiel ähnelte, ein Verhör des Widerständlers nach, der letztlich wegen Sabotage, Hochverrat und Feindbegünstigung zum Tode verurteilt wurde. Dieser Wortbeitrag weckte bei den Zuhörern zahlreiche Emotionen wie Empörung, Entsetzen und tiefer Trauer.

Auch die Vertreter des Geschwister Scholl Gymnasiums betonten Notwendigkeit des Widerstandes, auch in der heutigen Zeit. Sie wiesen im Besonderen auf die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen gegenüber seinen Mitmenschen und der Welt hin. In mehreren aussagekräftigen Bildern, die von Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums stammten, veranschaulichten sie die Folgen von mangelndem Respekt und Wertschätzung gegenüber anderer Menschen sowie der Natur.

Am Ende der Veranstaltung sprach Stephan Toscani, Präsident des Saarländischen Landtages, das Totengedenken. Bundespräsident Steinmeier appellierte hierin ebenfalls an die Verantwortung aller Menschen, machte aber auch Hoffnung auf Versöhnung. Im Anschluss erfolgte die Niederlegung von Kränzen auf den Spicherer Höhen. Als einziges Bundesland begeht das Saarland den Volkstrauertag gemeinsam mit seinem Nachbarland Frankreich, um dort den gefallenen Soldaten aus Deutschland, Frankreich und den USA zu gedenken.

Im Nachgang und in einem wertenden Statement würdigte der Vorsitzende des Volksbundes  Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. Saar das außergewöhnliche Engagement der teilnehmenden Schulen.

 

Die Bilder wurden uns zur Verfügung gestellt von Amélie Zemlin, Assistentin der Öffentlichkeitsarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V./Landesverbandn Saar. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle!

Baumpflanzaktion der Klassenstufe 5

Baumpflanzaktion der Klassenstufe 5

Baumpflanzaktion der Klassenstufe 5

„Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“  (M. Luther).

Am vergangenen Freitag, 08. November 2019, setzten die drei fünften Klassen der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule eine Aktion der Schulgemeinschaft um, mit der im letzten Jahr eine Tradition begründet wurde. Sie pflanzten gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen ihren Jahrgangsbaum im Schulgarten. Der Nussbaum des vergangenen Jahres wird das Walnussölprojekt ergänzen, der Apfelbaum in diesem Jahr wird Teil eines Streuobstwiesenareals im Schulgarten und des grünen Klassenzimmers der Schule sein. Mit ihren Baumpflanzungen will die Schule auch ein aktives Zeichen gegen Klimawandel und für die Bewahrung der Schöpfung setzen.

Nach einem musikalischen Auftakt wurde die Baumpflanzaktion am Morgen in der Aula feierlich von Schulleiter Walter Meiser mit einem Zitat Martin Luthers eröffnet: „Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Der Reformator soll in den Bäumen die göttliche Gnade im irdischen Leben gesehen und ihr frisches Grün im Frühling als ein Symbol für die Auferstehung gedeutet haben. So kann auch der von ihnen selbst gepflanzte Apfelbaum den Schülerinnen und Schülern der Maximilian-Kolbe-Schule Trost in schwierigen Situationen spenden. Wie das Bäumchen tiefe Wurzeln im grünen Klassenzimmer der Schule schlagen wird, verwurzeln auch die Fünftklässler in der Schulgemeinschaft, die ihnen Hoffnung und Unterstützung gibt, wenn sie ratlos sind. Doch dieser Apfelbaum wird sie nicht nur durch ihre persönliche Schulzeit begleiten, sondern auch noch Jahre nach ihrem Abschluss die folgenden Generationen erfreuen. Die äußerst saftigen und schmackhaften Früchte dieses besonders ertragreichen Baumes der Sorte „Florina“, die in den nächsten Jahren von den Kindern und Jugendlichen geerntet werden, verarbeitet die Garten-AG beispielsweise zu Apfelsaft und Apfelgelee weiter. Diese geschmackvollen Produkte aus hauseigenen Äpfeln bieten sie dann in jedem Jahr in der Adventszeit am Tag der offenen Tür der Gemeinschaftsschule an (nächster Termin: 30.11.2019). Mit dem Ertrag, der aus dem Verkauf des leckeren Gelees erwirtschaftet wird, werden soziale Projekte der Schule unterstützt.

Nachdem der Festakt mit dem Zitat von Khalil Gibran „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“ beendet wurde, begaben sich die Schülerinnen und Schüler in den Schulgarten, wo sie gemeinsam mit Kaplan Peter Zillgen und Pfarrerin Iris Brandt ein Gebet sprachen. Im Anschluss wurde der Baum gesegnet.

Zwei Schüler pflanzten den Baum in die zuvor von ihnen ausgehobene Grube.

Die Fünftklässler trugen daraufhin ihre individuellen Hoffnungen, Wünsche und Gebete vor, die sie zunächst auf in Apfelform gebastelten Karton festgehalten hatten. Die Kinder wünschten sich für den Baum, dass dieser gesund und stark werden und viele Früchte tragen werde. Für ihre Schulzeit an der Maximilian-Kolbe-Schule erhoffen sie sich gute Freunde und dass es keinen Streit gebe. Diesen Gedanken drückten sie auch am Ende der Baumpflanzaktion durch das gemeinsame Singen des Liedes „Ein kleines Senfkorn Hoffnung“ aus.