Schlusssteinsetzung und Kreuzsegnung

Nach der Kirche trafen sich das Kollegium und die Gäste zur Grundsteinlegung im Neubau. Begrüßt wurden sie von flotter Keyboard Musik, gespielt von Musiklehrer Wust. Zunächst stärkten sich die Gäste mit einem kleinen Imbiss. Schulleiter Walter Meiser legte dann die Zeitkapsel mit den Unterschriften aller Schüler und einem Bild des Kollegiums in die Wand ein, die von Steinmetz Markus Glöckner verschlossen wurde.
„Möge dieses Haus für alle ein Ort der Begegnung, ein Ort der Segenskraft Gottes sein. Ein lebendiger Lern- und Lebensraum, ein Zuhause auch für die Schüler, ein Ort an dem Freude am Lernen Wirklichkeit werden möge“. Mit diesem Neubau gewinnt die Maximilian-Kolbe-Schule eine Mensa, die der freiwilligen Ganztagesschule zu Gute kommt, eine Präsensbibliothek, mehrere Gruppenräume und drei Unterrichtsräume.
Marie-Luise Liebel intonierte einen „Norwegischen Marsch“, während Celine John eine moderne Ballade vortrug. Monsigniore  Dr. Georg Bätzing segnete anschließend die von H. Finkler hergestellten Holzkreuze, die dann in den Räumen angebracht werden.

a_P1030254d

 

Draußen im Innenhof der Schule hatte sich derweil die Grundschule mit ihren Luftballons versammelt. Die Kinder hatten ihre Wünsche für das neue Gebäude auf einen Zettel geschrieben und an Luftballons angehängt. Nachdem einige Wünsche verlesen worden waren, wurden die Ballons in den  Himmel entlassen.

 

In der Aula der Schule wartete bereits das große Orchester unter der Leitung von Michael Mischo. So wurden die Gäste mit der Europahymne empfangen bevor Schulleiter W. Meiser die Ehrengäste offiziell begrüßte, darunter die Vertreter des Bistums, des Kultusministeriums, des Landkreises und der Stadt Neunkirchen. Nach 10jähriger Planungszeit und 4jähriger Bauzeit überwiege die Freude über das Erreichte, trotz etlicher  Stolpersteine sei der Bau verwirklichet worden. Für die Maximilian-Kolbe-Schule ein wichtiger Tag, gelte doch der Schulraum quasi als dritter Pädagoge: eine gute Akustik, eine positive Lernatmosphäre fördere den Lernerfolg.
„Wer ein solches Haus hat freut sich umso mehr“. Sein Dank galt den Ingenieuren, Architekten und Handwerkern, allen die mithalfen dieses Haus zu verwirklichen.
Schüler der Abschlussklassen bauten dann unter Verwendung einer einzigen a_P1030282Turnmatte lebende Pyramiden.
Herr Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Hochschule und Schule des Bistums Trier gratulierte der Schulgemeinschaft. Auch er zitiere Rainer Maria Rilke: „Wir haben ein Haus, wir sind nicht allein.“ Das nachmittägliche Betreuungsangebot werde damit deutlich verbessert, die Qualität von  Unterricht gesteigert. Damit werde eine Forderung des 2. Vatikanischen Konzil erfüllt: Einen Raum für den Geist und die Freiheit zu schaffen. Hell, farbig, freundlich und ansprechend müsse dieser Raum sein. Dabei könne man die Bedeutung des Raumes gar nicht hoch genug einschätzen. „Wer wir geworden sind, ist abhängig von den Räumen, in denen wir gelebt haben.“

Baudirektor H. Haut ging in seiner Ansprache auf die Schwierigkeiten bei der Fertigstellung des Neubaus ein: „Am Ende wird alles gut, wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende.“ Er verwies auf die noch ausstehenden Bauprojekte an dieser Schule; der Umbau der Turnhalle und die energetische Sanierung von Hauptgebäude und Grundschulpavillons. Licht, Offenheit und klare Linien seien Grundkonzepte seiner Planungsarbeit. Sein Dank galt besonders den Architekten, die den Bau in all seinen Phasen begleitet hätten.

H. Manfred Schmidt und der Bürgermeister der Stadt Neunkirchen Jörg Aumann sprachen von ihrem Anliegen, die Schulen des Kreises und der Stadt zu fördern. Die Maximilian-Kolbe-Schule biete mit ihrer Ganztagesschule eine wichtige Ergänzung zu den vorhandenen Schulen. „Sport, Musik, ein gemeinsames Essen, sei eine wichtige Ergänzung im Angebot einer Schule.“ Die MKS arbeite hier seit Jahren vertrauensvoll mit den staatlichen Schulen zusammen.

H. Michael Schütz, der Leiter der Caritas, drückte seine besondere Verbundenheit mit dieser Schule aus. Seit mehr als 12 Jahren bestehe das Betreuungsangebot der Caritas. Freiheit im Spiel, Kommunikation und soziales Lernen werde auch in unserer Gesellschaft immer wichtiger: „EQ schlägt IQ, oder um es mit Albert Einstein zu sagen: Fantasie ist wichtiger als Intelligenz.“ Wir wollen aus Konkurrenten Teamplayer machen. Die Schule biete dabei den Rahmen, um Gemeinschaft zu erfahren. Denn hier könne man lernen, wie man Freundschaft schließt und glücklich bleibt.

Konrektor H. Glößner zeigte in einer aufwändigen Diashow das Baugeschehen in den mehr als vier Jahren Bauzeit. Wie im Zeitraffer wuchs der Neubau an der Stelle, an der es vorher nur Bäume und Grünflächen gab. Die Bauverzögerung von 2 Jahren dauerte hier nur Sekunden.

a_P1030330dUnter dem Motto „Ein Haus entsteht“ bauten Schüler der Grundschule und Schüler der Klasse 9.2 ein Haus aus Kartonkisten. Die Schülersprecherin Elisa Farruggio, Grundschullehrerin Elke Schmidt und Elternvertreterin Frau John begleiteten den Hausbau. Alle drei nannten dabei Dinge, die ihnen an einer Schule wichtig sind: gegenseitige Akzeptanz, Vertrauen, den Kindern etwas zutrauen, die Schüler fördern und fordern.