Solidaritätsmarsch 2019 mit Kundgebung auf dem Lübbener Platz

Bereits seit 1983 beteiligt sich die gesamte Schulgemeinschaft der Maximilian-Kolbe-Schule alle zwei Jahre an einer großen Solidaritätsaktion. Die rund 650 Schülerinnen und Schüler möchten sich für Kinder einsetzen, die mit weitaus mehr Schwierigkeiten in ihrem Leben zu kämpfen haben als sie selbst. Zur Unterstützung unterschiedlicher sozialer Projekte in Afrika und dem Saarland sammeln sie bei ihren Familien, Freunden, Bekannten, Vereinen, Firmen und anderen Institutionen Spendengelder. Auf diesem Wege kamen in den letzten 36 Jahren bereits mehr als 420 000 Euro zusammen.

Doch die Jugendlichen wollen nicht nur finanziell helfen, sondern sie möchten auch ihre Mitbürger auf die prekäre Situation von Kindern aufmerksam machen. Sie wollen mit gutem Beispiel vorangehen und erreichen, dass diese hinsehen und nicht wegschauen. Mit diesem Ziel machten sie sich am Donnerstag, 19. April 2019, mit ihren Lehrern und Eltern, und ausgestattet mit bunten Plakaten, von ihrer Schule in Wiebelskirchen aus auf den Weg zur Stadtmitte von Neunkirchen.

Auf dem Lübbener Platz verweilten sie, um ihre große Kundgebung zu starten. Schulleiter Walter Meiser lobte das große Engagement der Schülerinnen und Schüler und erklärte, dass man sich solidarisch zeigen und anderen helfen müsse. Indem sie sich für die Schwachen einsetzten, würden sie selbst stark werden. Dies entspricht dem Leitbild der Schule. Die Grundschüler verteilten außerdem Prospekte, um die Passanten über die zahlreichen Projekte zu informieren. Zu nennen wäre an dieser Stelle beispielsweise die Arbeit des Kinderhauses Malstatt, welches die Spenden nutzt, um die therapeutische Begleitung von traumatisierten Kindern zu unterstützen und das Schulbauprojekt der Gruppe Wiwo („Wir wollen was bewegen“) in Uganda. Für Frederik und Lars (Klasse 4) ist dies besonders wichtig, denn für sie ist es nur schwer vorstellbar, dass ein Kind in Afrika einen vierstündigen Fußmarsch hinter sich bringen muss, um die Schule zu erreichen. Dazu kommt das AIDS-Waisenprojekt im Kongo, das bereits zum zweiten Mal unterstützt wird.

Zum Abschluss der Aktion wurde traditionell das Lied „Wir sind Kinder einer Erde“ gesungen und die Schulgemeinschaft der Maximilian-Kolbe-Schulen marschierte gemeinsam nach Wiebelskirchen zurück. Dabei fiel der Heimweg gar nicht schwer, denn die Kinder und Jugendlichen wussten, dass sie mit ihrem Engagement bei der Spendensammlung im Vorfeld und der Demonstration ihrer Solidarität an diesem Tag viel bewirkt haben.